Lesung mit Seyhan Dilsat am 25. April 2026, 19 Uhr
Das große Glück? Der schönste Tag des Lebens? Eine Frau, die zur Hochzeit gleich noch das Leben in Deutschland geschenkt bekam, empfand das gewiss anders. Wie kann der Neuanfang in einem fremden Land gelingen, wenn sie in so jungen Jahren ihre Muttersprache, Frauen, die sie unterstützen, Familie, alles Vertraute hinter sich lassen muss?
Seyhan Dilsat sprach für ihr Buch mit drei Frauen, die von ihrem Weg zu sich selbst erzählen. Davon, wie sie zu einem bejahenden Leben kamen und wie sie es schafften, Kraft und Zuversicht für die Zukunft zu finden. Mit einem fremden Mann – in einem fremden Land.
Die Lesung findet auf Deutsch und auf Türkisch statt. Eintritt frei.
Im Ernst? Das gab’s?: Jüdisch-muslimische Kooperationen, z. B. im Berlin der 1920er Jahre oder in der Orientforschung. Oder bei der Arbeit an einem neuen, post-migrantischen Theater in den 2010er Jahren. Immer auch als Allianz gegen die zunehmende rassistische, homophobe und antisemitische Bedrohungen der Vergangenheit und Gegenwart. Und könnte es sein, dass die deutsche Kultur am Ende auch von einer Jüdisch-Muslimischen Leitkultur getragen wird? Das und vieles mehr disktuiert Max Czollek, Lyriker und Essayist, an diesem Abend. Über Zusammenarbeit und Hoffnung, über Bedrohung und Gegenwehr, über künstlerische Praxis und die Veränderung unserer politischen Selbstbilder.
Astrid Petermeier führt anhand der vielfältigen künstlerischen Beiträge im Kampf gegen den § 218 durch die (Kunst-)Geschichte. Denn Künstlerinnen haben mit Bildern und Plakaten diesen Kampf seit der Einführung des § 218 im Jahre 1871 begleitet. Anhand von Kunst wird deutlich, dass es im 1. Drittel des 20. Jahrhunderts ein Kampf gegen Armut durch Kinderreichtum war, seit den 1970er Jahren um Selbstbestimmung geht und seit den 1990ern gegen Bevormundung, z.B. der Frauen aus der DDR.
Dies ist die erste Veranstaltung im Rahmen unseres Jahresprogramms „Auf wessen Schultern stehen wir? Zur Geschichte und Kultur von Emanzipationsbewegungen“. Dieses Programm führen wir in Kooperation mit Gruppen, die sich bei uns treffen, mit Freunden und Freundinnen durch. Unser Programmheft liegt hoffentlich in 2 Wochen vor – dank Wasserschaden sind wir in Verzug geraten…
Der Schulstreik gegen die Wehrpflicht hat 55.000 Menschen auf die Straße gebracht und wird am 05.03. weitergehen! Wir erinnern an die rund 250.000 streikenden Studis und SchülerInnen, die 2008/09 auf die Straßen gingen. Weil unbeschränkter Zugang zu Bildung, Mitspracherechte an Schulen und Hochschulen, die Abschaffung von Kopfnoten und Studiengebühren im „Lande der Dichter und Denkerinnen“ nur noch durch Streiks Beachtung finden. Wir wollen anhand der damaligen Bildungsstreiks zeigen, was möglich und warum es wichtig ist, dass sich die lernende Jugend wieder als Einheit versteht. Lasst uns den nächsten Schulstreik planen!
Diese Veranstaltung wird von der SDAJ geplant und durchgeführt.
Erraten, ihr Lieben, so sieht unser Buchladen ohne Bücher aus. Denn wir erlebten am 18. Januar eine heftige Überschwemmung aus einem Abwasserrohr – und ersparen euch besser weitere Details und Unappetitlichkeiten. Damit der Boden hoffentlich sobald wie möglich neu verlegt werden kann, mussten wir den Buchladen leer räumen. Deshalb habt ihr seitdem vor verschlossenen Toren gestanden. Deshalb blieb auch die ein oder andere Email-Anfrage von euch unbeantwortet.
Ab Dienstag, den 3. 2. 2025 sind wir aber mit Café und Buchladen wieder am Start und freuen uns auf euren Besuch.
Ebenso würden wir uns über eure Hilfe freuen, denn mehr als 2 Wochen zu schließen hat uns an den Rand unserer finanziellen Kapazitäten gebracht. Jede Spende hilft uns in der aktuellen Situation weiter. Dies geht über paypal: verein@tarantababu.de (bitte als Spende deklarieren). Ihr könnt auch auf unser Konto überweisen: Verein zur Förderung der interkulturellen Lesekultur und Medienkompetenz e.V. / Iban: DE60 4405 0199 0211 0230 31 / Sparkasse Dortmund.
(Eine Spendenbescheinigung stellen wir euch gerne aus. Schreibt uns einfach, denn wir brauchen dafür eure Namen und Adressen: verein@tarantababu.de)
Natürlich unterstützt ihr uns auch mit jedem Besuch und jedem Buch, das ihr bei uns kauft oder bestellt. Lesetipps findet ihr auf der entsprechenden Seite dieser homepage und auf Instagram. Der Buchladen sieht zurzeit zwar etwas ungewöhnlich aus, ist aber geöffnet und zwar DIENSTAGS BIS SAMSTAGS von 12 bis 18 Uhr.
CAFÉ-ÖFFUNGSZEITEN wie gehabt: täglich ab 15 Uhr.
Wir freuen uns tierisch darauf, euch alle wieder zu sehen und danken vorab für eure Unterstützung.
5. Februar 2026, 19 Uhr: Lesung und Gespräch mit Lütfiye Güzel, Moderation Iuditha Balint
Lütfiye Güzels Texte sind kurz und klar, pointiert und überraschend. Sie beobachten messerscharf und nehmen Details wahr, die dem bloßen Auge im hektischen Alltag verborgen bleiben. Sind sie radikal? Wenn es radikal ist, still zu sitzen und zu beobachten, wenn es radikal ist, das Beobachtete festzuhalten, nach links und rechts umzudrehen, zu hinterfragen, es zu fassen zu versuchen – dann ja, dann sind sie radikal. An diesem Abend liest die preisgekrönte Autorin aus alten und neuen Texten und spricht über sie und Self-Publishing mit Iuditha Balint und dem Publikum. Bei Chai und mit Zärtlichkeit.
Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren, ist Dichterin und bringt seit 2014 Gedichte unter ihrem eigenen Label go-güzel-publishing heraus. 2017 wurde sie mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Seit Oktober 2023 veröffentlicht sie unter dem Titel „süperdepresyon“ eine einsame Kolumne für Interkultur Ruhr. Ihr letztes Chapbook „wem gehören die tauben?“ ist 2025 erschienen, ihr neuer Band „Lütfiyeah“ erscheint im Februar.
Eine Veranstaltung des Fritz-Hüser-Instituts Fritz-Hüser-Institut | dortmund.de in Kooperation mit Taranta Babu. Die Veranstaltung findet im Kulturhaus taranta babu, Amalienstr. 33 statt (eine Ecke weiter als Buchladen und Café)
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