EXTINCTION REBELLION

Dortmunder Aktivist*innen von Extinction Rebellion lesen kurze Passagen aus dem Handbuch „Wann wenn nicht wir*“. Ein Buch über den Klimawandel und eine Anleitung für den friedlichen zivilen Ungehorsam, für mehr Mut und das Recht, die Zukunft verändern zu wollen. Jede*r kann Teil der Bewegung werden – und zusammen können wir Geschichte schreiben. Dies ist erst der Anfang!

Die Aktivist*innen sprechen über die Klimakrise und das Artensterben und laden ein zur Diskussion über zivilen Ungehorsam, die Aktionen in Berlin und Bürger*innenversammlungen.

Kommt vorbei und lernt uns kennen!

Am 13. November um 19 Uhr, im Taranta Babu in der Humboldtstr. 44, 44137 Dortmund

DAS RECHT AUF BOYKOTT

Offener Brief zur Nichtvergabe des Nelly-Sachs-Preises an Kamila Shamsie:

Mit Bestürzung haben wir von der Entscheidung der Stadt Dortmund erfahren, Kamila Shamsie wegen ihres erklärten Engagements für die gewaltfreie Boykott-, Entzugs- und Sanktionsbewegung (BDS) für die palästinensischen Rechte nicht mit dem Nelly-Sachs-Literaturpreis auszuzeichnen.

Wie es in einer Erklärung von mehr als vierzig progressiven jüdischen Organisationen heißt, “untergräbt die Gleichsetzung von antijüdischem Rassismus mit dem Widerstand gegen die Politik und das System der Besatzung und Apartheid Israels… sowohl den palästinensischen Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit als auch den globalen Kampf gegen Antisemitismus. Sie dient auch dazu, Israel davor zu schützen, im Hinblick auf universelle Standards der Menschenrechte und des Völkerrechts zur Rechenschaft gezogen zu werden.“

In Deutschland gehören die Angriffe auf BDS zu den heftigsten. Im Mai 2019 fasste der Deutsche Bundestag einen Beschluss, in dem die Bewegung als antisemitisch bezeichnet wird. Mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln entschied jedoch in dieser Woche zum dritten Mal ein deutsches Gericht zugunsten des Rechts auf BDS.
In seinem Urteil erklärte das Gericht: “Die Beschlüsse des Stadtrates von Bonn… und des Deutschen Bundestages (17. Mai 2019) sind keine Rechtsetzungsakte, sondern politische Resolutionen bzw. Willensbekundungen. Diese Beschlüsse allein vermögen unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt einen bestehenden Rechtsanspruch einzuschränken.“

Nichtsdestotrotz entschied sich in der gleichen Woche die Stadt Dortmund, eine Autorin wegen ihrer Verteidigung der Menschenrechte anzuprangern. Gleichzeitig weigert sich die Stadt, die Stellungnahme der Autorin zu veröffentlichen, die sie verfasste, als sie von der Entscheidung hörte.
Aus diesem Grund veröffentlichen wir hier Kamila Shamsies Erklärung:

Während der soeben beendeten Wahlen in Israel kündigte Benjamin Netanjahu Pläne an, bis zu einem Drittel der Westbank zu annektieren, was gegen das Völkerrecht verstößt. Sein politischer Gegner Benny Gantz erklärte daraufhin, dass Netanjahu ihm diese Idee gestohlen habe. Dies folgte unmittelbar nach der Ermordung von zwei palästinensischen Teenagern durch israelische Streitkräfte, die vom UN-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess als „entsetzlich“ verurteilt wurde. In diesem politischen Kontext hat sich die Jury des Nelly-Sachs-Preises entschieden, mir die Auszeichnung aufgrund meiner Unterstützung für eine gewaltfreie Kampagne, die Druck auf die israelische Regierung ausüben soll, nicht zuzuerkennen. Es erfüllt mich mit großer Traurigkeit, dass sich eine Jury dem Druck beugt und einer Schriftstellerin, die von ihrer Gewissens- und Meinungsfreiheit Gebrauch macht, einen Preis entzieht. Es ist empörend, dass die BDS-Bewegung (nach dem Vorbild des Boykotts gegen Südafrika), die gegen die Regierung Israels wegen seiner Diskriminierung und Brutalität gegen Palästinenser*innen kämpft, als etwas Schändliches und Ungerechtes verunglimpft wird.

Was bedeutet ein Literaturpreis, der das Recht auf Verteidigung der Menschenrechte, die Grundsätze der Gewissens- und Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kritik untergräbt? Ohne dies verkommt Kunst und Kultur zum sinnlosen Luxus.

Dieser offene Brief wurde am 23. September publiziert und von über 100 Kulturschaffenden unterschrieben, darunter:
Noam Chomsky, Jennifer Clement (President, PEN International), J.M. Coetzee, Deborah Eisenberg, Brian Eno, Maureen Freely (Chair, English PEN), A.L. Kennedy, Alexander Kluge, George Saunders, Gloria Steinem, Carles Torner (Executive Director, PEN International), Salil Tripathi, (Chair of the Writers in Prison Committee for PEN International), Monique Truong, Marina Warner, Eliot Weinberger, Mona Younis

Georg Kreisler Revival zum Todestag

“ Die bösen alten Lieder“

Mit dem Duo „Die Taubenvergifter“

Der Tod hat Georg Kreisler endgültig zum Schweigen gebracht. Neue böse Lieder wird es von ihm nicht geben. Wir müssen uns mit den alten bösen Liedern begnügen. Kreislers Grauen vor der „guten alten Zeit“ mag heute nostalgisch klingen. Schließlich war zu seiner Zeit nicht nur die Zukunft besser. Zumindest das Kabarett gönnte eine Pause von dem manischen Zuversichtzwang, der heute allgegenwärtig ist.

„Die Taubenvergifter“ sind Udo Grundmann am Klavier und Helmut Manz, Gesang und Moderation.

Sonntag der 08. Dezember 2019 von 15 bis 18:00 Uhr im Taranta Babu, Humboldtstr. 44, 44137 Dortmund

Poeten-Schlacht im Wohnzimmer

Auszug aus dem Artikel der Ruhr Nachrichten für Samstag den 28. April 2018 / DOMLO2, NR. 099, 17.Woche :

„Das Kulturcafe an der Humboldtstraße ist gefüllt, als sich Sven Hensel(22) auf die Bühne begibt. Auf Stühlen, Sesseln, Sofas hat das Publikum Platz genommen Passend zum Nahmen der Veranstaltung: Wohnzimmer-Slam. Wohlfühl Atmosphäre eben. Und nicht nur diese ist dem Moderator des Abends wichtig, sondern auch die gute Laune des Publikums. Und die vermittelt Sven Hensel mit voller Energie und lässt die Zuschauer sich erst einmal warm klatschen. Stufenweise, von eins bis zehn. “ Aber einen Stufe eins Applaus will ich heute bei keinen Künstler sehen“, sagt er und lacht in den Zuschauerraum.

„Poeten-Schlacht“

Für diejenigen Zuschauer, die zum ersten Mal auf einem Poetry-Slam sind, erklärt er eingangs auch geduldig, was sie erwartet. „Poetry-Slam ist ein Poeten-Wettstreit der Moderne“, erklärt Hensel. Die Teilnehmer tragen selbst geschriebene Texte vor, haben nur ihre Stimme und ihre Geschichte, die sie erzählen. Sie treten gegeneinander an. Jeder liest einen Text vor. Am Ende entscheidet das Publikum per Applaus, wer ins Finale kommt und noch ein Text präsentieren darf.“Applaus für den Künstler, nicht für die Wertung“, beton der Moderaror. Respekt gegenüber den Poeten sei sehr wichtig, den die meisten tragen oftmals sehr persönliche Texte vor. “ Das erfordert Mut und das sollte immer gewürdigt werden“ , so Hensels Meinung. Die Themen der vorgetragenen Texte sind unterschiedlich. Manche sind lustig, ironisch angehaucht, andere ernst, nachdenklich oder sogar traurig.“

Von Jonas Wenz

Die Ebru Kunsttherapie

28.- 30. April im Taranta Babu, in der Humboldtstr. 44, 44137 Dortumnd

Die Ebru Kunst ist eine Form der Kunst, die auf dem Wasser praktiziert wird. Bei dieser alten, traditionell-ürkischen Kunst, werden mit der Hilfe von speziellen Farben Formen auf das Wasser gepinselt, die dann auf das Papier übertragen werden. Seit 2014 ist die Ebru Kunst Teil des von der UNESCO geführten Weltkulturerbes.

Die seit Jahren in Paris ansässige Theater, Performance und Dokumentarfilm treibende Künstlerin Cemile Naz Simsek ist zugleich auch die Gründerin der Zamizgama Production Art und Nâr-i Naz Art Ateliers, innerhalb dessen Rahmen sie in erfahrenen Bereichen der Kunst einschließlich ihrer Ebru Arbeiten, Ateliers organisiert.

Cemile Naz Simsek

 

 

 

Die Potta Lottas

DER FRAUEN- POPCHOR AUS DORTMUND

Wir laden dich ein zur Schnupperprobe ! Gib uns deine Stimme. Wir geben dir Spaß an Gesang in netter Gesellschaft. Wir freuen uns über Anmeldungen unter ourchoir@pottalottas.de, damit wir den Ablauf planen können. Du kannst aber auch gerne spontan kommen. Unsere regelmäßigen Proben finden übrigens donnerstags von 19:30-21:30 Uhr ebenfalls im Taranta Babu statt.

LITERARUHR

Trau Dich! Auf die Bühne!

Das Literaturkaffeehaus Taranta Babu geht ab Januar 2018 in manchen Dingen „zurück zu den Wurzeln“ – auch darin: Wir bieten ab Januar wieder monatlich eine Bühne für Schreibende aus der Region, Stichwort „Literaruhr“. Alte und Junge, Frauen und Männer, Atheisten und Religiöse, Liberale, Libertäre und Kommunisten – alle, außer Nationalisten von wo auch immer, können, egal, welchen Pass sie haben. Wenn sie aus Dortmund und (großzügig gesehen) Umgebung kommen. Wenn sie schreiben und zumindest einmal testen wollen, wie es denn so ankommt. Wenn sie über Dinge schreiben, von denen wir meinen, es könnte auch für Andere interessant sein.
Was wir bieten: Keine Gage (außer Freibier). Eine unserer Räumlichkeiten, inklusive Auf- und Abbau, den Einsatz unserer diversen Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit und flexible Hilfestellung, wo nötig.
Was wir fordern: Die Bereitschaft vorzutragen – und darüber zu reden.
Meldet Euch!

verein@tarantababu.de